Weitere Betreuer gesucht

Betreuung von Menschen mit Demenz soll ausgebaut werden

Vor sechs Jahren startete das Zentrum für Gesundheit und Ambulante Pflege, Kerstin Liebeskind, in Plettenberg mit dem Aufbau eines Betreuungsangebots für Menschen mit Demenz. Ziel ist es, Angehörige von Demenzkranken zu entlasten. Denn die von Demenz betroffenen Menschen können oft gar nicht oder allenfalls kurz alleine bleiben. Angehörige können deshalb in einen Strudel der Dauerbelastung bis zur Erschöpfung geraten. Das Betreuungsangebot von Kerstin Liebeskind schafft den vielfach belasteten Angehörigen Inseln der Ruhe in ihrem herausfordernden Alltag. So gewinnen sie Zeit für Einkäufe ohne Hektik, für Hobbies oder „einfach" zum Entspannen. Über die Möglichkeit einer Tagespflege hinaus werden die dementen Angehörigen derweil nach individueller Absprache stundenweise zu Hause betreut. Spezielle Betreuungsgruppen im Zentrum für Gesundheit und Ambulante Pflege in Plettenberg wurden ebenfalls eingerichtet.

 

Professionelle Schulung

Die bestehenden Angebote werden so stark nachgefragt, dass inzwischen alle Plätze belegt sind und weitere demente Menschen nur dann in der Nachmittagsgruppe oder daheim betreut werden können, wenn ein „Stammgast" nicht mehr kommen kann. Der Bedarf ist tatsächlich enorm: „Besonders den zahlreichen Anfragen aus Herscheid können wir selten nachkommen", berichtet Kerstin Liebeskind. Um für weitere Entlastung zu sorgen, will das Team nun eine weitere Betreuungsgruppe aufbauen. Dafür werden Menschen gesucht, die sich in der Betreuung Demenzkranker engagieren möchten. „Interessenten werden von uns professionell an ihre Aufgabe herangeführt", verspricht Kerstin Liebeskind. Und zwar in Form einer 30-stündigen Schulung zum Umgang mit dementen Menschen. „Auf dieser Basis und mit ein wenig Übung-sind die ehrenamtlichen Betreuer sehr gut in der Lage, Dementein Betreuungsgruppe oder zu Hause zu betreuen und zu beschäftigen", weiß die Fachfrau aus Erfahrung.

 

Aufwandsentschädigung

Für dieses Ehrenamt erhalten die Betreuer eine Aufwandsentschädigung von 6 Euro pro Stunde für die Arbeit in der Nachmittagsgruppe und 7,50 Euro für die stundenweise Betreuung zu Hause. „Unsere Gäste sowie die Betreuer haben immer viel Spaß bei den Betreuungsnachmittagen", berichtet Kerstin Liebeskind, verschweigt aber auch nicht, dass die Betreuungsarbeit Konzentration und Einfühlungsvermögen verlangt. „Dafür gehen unsere Ehrenamtlichen aber fast immer mit dem Gefühl nach Hause, etwas in mehrfacher Hinsicht sinnvolles getan zu haben", so die Pflegeexpertin.


Wer sich für diese Arbeit interessiert, kann sich jederzeit und gerne bei uns melden.