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Flexible Arbeitszeiten, Unterstützung für junge Eltern, gemeinsame Team-Events: Immer mehr Firmen setzen auf eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Allein in der märkischen Region wurde in diesem Jahr 14 Unternehmen das Prädikat „Familienfreundliches Unternehmen“ verliehen. Mit dabei auch der Pflegedienst Liebeskind aus Plettenberg. Für die Chefin Kerstin Liebeskind eine „schöne Bestätigung unserer Arbeit“, wie sie sagt.
Doch was steckt hinter dem Zertifikat ? Was macht ein Unternehmen familienfreundlich? „Immer mehr Unternehmen erkennen, dass Familienfreundlichkeit ein Standortvorteil ist“, weiß Michaela Kalemos von der „agenturmark“ in Hagen. Die Agentur vergibt seit 2014 gemeinsam mit dem Märkischen Arbeitgeberverband, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer und der Wirtschaftsförderung Ennepetal-Ruhr GmbH das Siegel und das nach eingehender Prüfung. 14 Unternehmen erhielten das Zertifikat in diesem Jahr neu, weitere 13 bekamen ihr bereits in den Vorjahren verliehenes Siegel nach neuer Prüfung bestätigt.
Der Kreis der Unternehmen, die sich der je nach Firmengröße zwischen 300 und 1800 Euro teuren Prüfung unterziehen, wächst also. Kalemos wundert das nicht: „Gerade für jüngere Arbeitskräfte ist die Familienfreundlichkeit ein entscheidender Faktor“, sagt sie. Ein Faktor, der helfe, Fachkräfte zu finden und ans Unternehmen zu binden. Ansatzpunkte seien dabei möglichst flexible Arbeitszeiten oder, immer wichtiger, die Unterstützung für Arbeitskräfte, die ihre Angehörigen pflegen.
Die Plettenberger Pflegedienst-Chefin Kerstin Liebeskind unterstreicht das und berichtet: „Viele neue Mitarbeiter kommen mittlerweile auf Empfehlung zu uns. “ Natürlich gebe es auch bei ihr, wie in jeder Firma, immer mal unzufriedene Mitarbeiter. Grundsätzlich seien ihr aber „möglichst optimale Bedingungen für unsere Mitarbeiter genauso wichtig wie bestmöglich versorgte Patienten“. Kerstin Liebeskind ist mit ihrem Pflegedienst in Plettenberg, Herscheid, Werdohl, Neuenrade und allen anliegenden Gemeinden tätig. Aktuell arbeiten im Unternehmen 105 Mitarbeiter.
Die Jury überzeugte sie durch eine ganze Reihe von Maßnahmen, von denen ihre Mitarbeiter profitieren. Flexible Arbeitszeiten etwa. Mütter von Kita- oder Schulkindern bekommen beim Pflegedienst spezielle vormittägliche „Müttertouren“ zugeteilt. Bei einem Anruf aus der Kita oder Schule könne die Mutter auch die Pflegetour abbrechen, „wir haben dann für einen Notanker gesorgt.“ Verwaltungskräfte könnten bei Bedarf vom Home-Office aus arbeiten. Generell könnten alle Mitarbeiter vor Erstellung der Monatspläne „Wunschzettel“ für freie Tage abgeben, die dann in die Planung einflössen.
Noch ein genereller Punkt: „Wir haben für alle Mitarbeiter eine Krankenhaus-Zusatzversicherung abgeschlossen“, so Liebeskind. Und dann sind da noch die „Team-Events“, die helfen sollen, dass sich das Team auch als solches fühlt. Das Grillfest etwa am kommenden Wochenende. Oder der „Beauty-Tag“, der im vergangenen Jahr die Weihnachtsfeier ersetzt habe. Mitarbeiter konnten sich dabei in einem Schönheitssalon pflegen lassen. Maßnahmen, die für ein gutes Betriebsklima sorgen.
Bei der Verleihung des Siegels wurden Mitarbeiterinnen gebeten, spontan ein Wort zu benennen, welches für sie das Betriebsklima zwischen Mitarbeitern und ihrer Unternehmensführung bezeichnet. Das Wort, das Mitarbeiterin Natalia Schmelhof sagte, war „Empathie“. Und da, sagt ihre Chefin, „da war ich richtig gerührt“.

Weitere Informationen zu der Zertifizierung unter www.agenturmark.de